MERCEDES verklagen im Abgasskandal

Klage gegen Mercedes

Alle Informationen für eine Klage gegen Mercedes

Mercedes steckt tief im Abgasskandal – der einzige Unterschied zum VW-Abgasskandal: Mercedes gibt die Schummeleien nicht zu, obwohl das Kraftfahrtbundesamt das sogenannte “Thermische Fenster” eindeutig als “unzulässige Abschaltvorrichtung” bezeichnet hat und für zahlreiche Modelle sogar einen verpflichtenden Rückruf angeordnet hat.

Rechtsanwalt Dr. Ingo Gasser vertritt bereits Mercedes-Kunden in der juristischen Auseinandersetzung gegen die Daimler AG oder deren Händler.

Erfolgsaussichten einer Klage gegen Mercedes

Derzeit stehen die Chancen sehr gut – zumindest für die Modelle, für die es eine Rückrufaktion gibt, also vornehmlich die Schadstoffklasse 6 und den GLK220 in der Schadstoffklasse 5. Allerdings gibt es auch mehrere verbraucherfreundliche Landgerichtsentscheidungen für Modelle der Schadstoffklasse 5

Risiken einer Klage gegen Mercedes

Derzeit empfehlen wir die Abfrage einer vorhandenen Rechtsschutzversicherung – ohne Rechtsschutzversicherung sollte nach einem geeigneten Prozesskostenfinanzierer gesucht werden. Gern helfen wir Ihnen dabei. Mit aktivem rechtsschutz tragen unsere Mandanten allenfalls das Risiko eines geringen Selbstkostenanteils.

Unser Service

Wir prüfen kostenlos Ihre Betroffenheit und besprechen mit Ihnen Ihre Chancen im Abgasskandal bei einer Klage gegen Mercedes. Liegt eine Rechtsschutzversicherung vor, dann prüfen wir – ebenfalls kostenlos – deren Deckungspflicht.

Aktuelle Informationen zur Klage gegen Mercedes

Wer sich für eine Klage gegen mercedes interessiert, sollte gut vorbereitet sein. Wior haben Ihnen aktuell die wichtigsten Informationen zum Thema zusammengefasst.

Aktueller Rückruf GLK 220 CDI 4 Matic

Rückrufdatenbank KBA Stand 02.08.2019: Zwangsrückruf für Mercedes GLK 220 CDI 4Matic OM 651 Euro 2012 – 2015

Schadensersatzansprüche gegen die Daimler AG

Das Landgericht Stuttgart sprach jüngst gleich in mehreren Urteilen den Käufern Schadensersatzansprüche gegen die Daimler AG zu (23 O 172/18; 23 O 178/18; 23 O 180/18).

Dabei ging es um Mercedes-Benz-Diesel-Fahrzeuge mit dem Motor OM 651: einen C 250 D Baujahr 2016 und einen E 250 CDI Baujahr 2011. Der Motortyp OM 651 war seinerzeit der meistverkaufte Dieselmotor bei Mercedes-Benz. Er wurde ab dem Jahre 2016 sukzessive durch den neueren Motortyp OM 654 ersetzt.

Rückruf durch KBA

Einige Modelle mit dem Motortyp OM 651 wurden mittlerweile vom Kraftfahrtbundesamt zurückgerufen. Neben dem Transporter Vito sind u.a. auch Modelle der C-, E- und S-Klasse sowie die Geländewagen GLC, ML und der G-Klasse davon umfasst. Bei vielen Fahrzeugmodellen ist nur ein bestimmter Produktionszeitraum vom Rückruf betroffen. In einem weiteren Fall ging es um einen Motor OM 626, Euro 6. Dieser war in einen Mercedes Benz Typ C 200d eingebaut.

Schadensersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung

Nach den Feststellungen des Landgerichts Stuttgart verfügten die Fahrzeuge über eine unzulässige Abschalteinrichtung. Deshalb sprach es den Käufern Schadensersatz wegen vorsätzlicher sittenwidrige Schädigung zu. Die Rechtsgrundlage ist § 826 BGB. Selbst wenn es keinen offiziellen Rückruf durch das Kraftfahrtbundesamt gibt, bestehen sehr gute Erfolgsaussichten.

LG Stuttgart bewertet Thermofenster als unzulässige Abschalteinrichtungen

Die Fahrzeuge verfügten über die sogenannte Abgasrückführung, eine Technologie zur Reduktion des Stickoxidausstoßes (NOx). Die Abgasrückführung wird bei den Motoren des Typs OM 651 bei bestimmten Temperaturen zurückgefahren (Thermofenster).

Dies stellt nach Auffassung des LG Stuttgart eine Abschalteinrichtung im Sinne des Art. 3 Nr. 10 EG VO 715/2007 dar, da gerade das Abgasrückführungssystem bzw. eine Software die Außentemperatur erkennt und die Funktion des Emissionskontrollsystems verändert. Dadurch wird die Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems infolge der Reduktion der Abgasrückführung unter normalen Bedingungen des Fahrzeugbetriebs verringert.

Anspruch auf Schadensersatz auch nach durchgeführtem Software-Update

In Bezug auf den zivilrechtlichen Schadensersatzanspruch des Käufers gegen den Hersteller bleibt der Schadensersatzanspruch aus § 826 BGB wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung trotz des Software-Updates bestehen, selbst wenn das Thermofenster durch ein Software-Update oder sonstige Maßnahmen nachträglich verändert oder beseitigt wird. Nach der Rechtsprechung ist der Schaden bereits mit Eingehen des ungewollten Vertrages eingetreten und wird durch nachträgliche Maßnahmen nicht beseitigt.

Auch weitere Fahrzeuge der S-Klasse stehen im Verdacht, vom Abgasskandal betroffen zu sein. Das betrifft Fahrzeuge mit dem Motor OM 642. Dieser wurde von 2008-2016 in zahlreichen Modellreihen verbaut, so auch in der S-Klasse.

Betroffene Käufer sollten nicht zögern, ihre Ansprüche zu prüfen! Das gilt auch für Leasingnehmer. Bitte nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu uns auf für eine kostenlose Erstberatung. Gern prüfen wir auch die Deckungsbereitschaft Ihrer Rechtsschutzversicherung.

Und was sagt Daimler dazu?

Wie bereits bekannt, wird Daimler auf Anordnung des deutschen Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) in Europa einen verpflichtenden Rückruf für Mercedes-Benz Fahrzeuge mit Diesel-Motor durchführen. Europaweit sind rund 670.000 Fahrzeuge Teil des Rückrufes. Davon befinden sich rund 280.000 Fahrzeuge in Deutschland.

Ein Großteil der Fahrzeuge war bereits Bestandteil der im Sommer 2017 angekündigten freiwilligen Service-Maßnahme für mehr als 3 Millionen Fahrzeuge in Europa, die unverändert weiterläuft.

Wie bereits bekannt geht es beim Rückruf, der in 2018 vom KBA angeordnet wurde, ausschließlich um Fahrzeugvarianten der Euro 6b-Norm. Der Rückruf wird sich dabei überwiegend auf die folgenden Modelle erstrecken:

– Vito 1,6l Diesel (Motor OM 622)
– C-Klasse 1,6l Diesel (Motor OM 626)
– ML/GLE/GL/GLS 3,0l Diesel (Motor OM 642
– V-Klasse 2,2l Diesel (Motor OM 651)
– GLC 2,2l Diesel (Motor OM 651).

Es sind zudem weitere einzelne Modellvarianten im Umfang des Rückrufes.

Die komplette Liste kann hier angesehen werden

Nutzen Sie die kostenlose Erstberatung hinsichtlich Ihrer Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüche. Rechtsanwalt Dr. Ingo Gasser vertritt bundesweit bereits zahlreiche geschädigte Mercedes-Dieselkäufer. Hier erfahren Sie umgehend, ob Ihnen Ansprüche zustehen. Es ist Ihr erster Schritt zur zügigen Durchsetzungen Ihrer Rechte. Senden Sie eine E-Mail. Rückruf folgt.



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